Was ist ein Arbeitsschutzmanagementsystem?
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) regelt, wie ein Unternehmen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit plant, umsetzt, überprüft und verbessert. Hier lesen Sie, wie es aufgebaut ist und was es im Alltag bringt.
Das Wichtigste in Kürze
System statt Einzelmaßnahmen
Ein AMS verbindet einzelne Pflichten zu einem geregelten Ablauf mit klaren Zuständigkeiten.
Nicht vorgeschrieben, aber hilfreich
Ein AMS ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Es hilft, die Pflicht zu einer geeigneten Arbeitsschutzorganisation geordnet zu erfüllen.
Zertifizierung möglich
Wer möchte, kann sein AMS nach der Norm ISO 45001 zertifizieren lassen.
Wozu ein Arbeitsschutzmanagementsystem?
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber, für eine geeignete Organisation des Arbeitsschutzes zu sorgen (§ 3 Abs. 2). Wie er das tut, lässt das Gesetz offen. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem ist ein Weg dorthin. Es legt fest, wer wofür zuständig ist, welche Abläufe gelten und wie überprüft wird, ob sie funktionieren.
Die fünf Elemente
Der Nationale Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme beruht auf dem Leitfaden der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Er gliedert ein AMS in fünf Elemente:
- Politik: Die Unternehmensleitung legt fest, welchen Stellenwert der Arbeitsschutz hat und welche Ziele gelten.
- Organisation: Zuständigkeiten, Beauftragungen und Qualifikationen sind geregelt und dokumentiert.
- Planung und Umsetzung: Pflichten werden ermittelt, Tätigkeiten beschrieben, Gefährdungen beurteilt und Maßnahmen umgesetzt.
- Messung und Bewertung: Das Unternehmen prüft, ob die Maßnahmen wirken, zum Beispiel anhand des Unfallgeschehens.
- Verbesserung: Aus den Ergebnissen werden Verbesserungen abgeleitet.
So bildet AMS Online diese Elemente ab
AMS Online ist nach diesen fünf Elementen aufgebaut. Die Funktionen ordnen sich so ein:
- Politik: Unternehmenspolitik und Arbeitsschutzziele
- Organisation: Beauftragungsmatrix, Organigramm, Qualifikation und Schulung
- Planung und Umsetzung: Rechtskataster, Tätigkeitsbeschreibungen, Arbeitsmittel, Gefahrstoffe, Vorsorgekartei
- Messung und Bewertung: Unfallerfassung
Welche Standards gibt es?
Neben dem Nationalen Leitfaden gibt es die internationale Norm ISO 45001, nach der sich ein AMS zertifizieren lässt, sowie branchenbezogene Konzepte der Unfallversicherungsträger.
Lohnt sich das für kleine Unternehmen?
Auch ein kleines Unternehmen muss unterweisen, Vorsorge organisieren, Beauftragte bestellen und Fristen einhalten. Ein AMS fügt dem keine neuen Pflichten hinzu. Es ordnet die vorhandenen, sodass weniger vergessen wird und Zuständigkeiten klar sind. Wo Ihr Unternehmen steht, zeigt eine Selbsteinschätzung.
Passende Funktionen in AMS Online
Digitales Handbuch
Dokumentenmanagement mit über 150 Formblättern und Betriebsanweisungen. Eigene Unternehmensvorlagen legen Sie zusätzlich an.
Beauftragungsmatrix
Beauftragte wie Ersthelfer oder Brandschutzhelfer zentral zuweisen und mit Schulungsterminen verknüpfen.
Rechtskataster
Aktuelle Gesetze, Verordnungen und Technische Regeln im Arbeitsschutz, durchsuchbar per Stich- und Schlagwortsuche.
Unfallerfassung
Arbeitsunfälle erfassen, Unfalluntersuchungen organisieren und statistisch auswerten.
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Sehen Sie sich AMS Online an
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